Die malerisch gelegene Holzkapelle Maria-Bründl bei Fürsetzing stand ursprünglich an einer Quelle, die leider versiegt ist. Die Sage von ihre Gründung ist unter den Hauzenberger Sagen nachzulesen. Als Ersatz für die alte, baufällig gewordene wurde um 1870 eine neue Kapelle an etwas tiefer liegender Stelle errichtet und von Maurerpolier Meisinger, Passau zum Dank für wiedererlangte Gesundheit ausgemalt. 1900 wurde sie auf Anregung der Bauerstochter Maria Kinateder vom Fürsetzinger Bauern Matthias Bauer völlig umgebaut. Nach Übertragung des Gnadenbildes "Maria vom guten Rat" fand im gleichen Jahre die feierliche Einweihung statt. Der Kreuzweg der Kapelle fand 1904 seine kirchliche Weihe.
An der Passauer Straße steht am Schachet eine stattliche Steinkapelle. Ursprünglich stand sie an der Stelle des 1925 neu gebauten Gasthauses Kinateder (La Plata). 1838 war sie hier durch Johann Stemplinger zum Dank für überstandene Feuersgefahr errichtet worden. Sie ist mit Geschmack eingerichtet.
Eine alte Stiftung stellt die Kapelle am Lungers-Bründl in der Schröck dar. Das Wasser der Quelle wurde als heilkräftig gerühmt. Erneuert wurde die alte Kapelle während des 1.Weltkrieges auf Anregung der Eckmüllerin Emilie Bauer. Auf Anregung und unter tatkräftiger Mitwirkung derselben frommen Frau entstand 1951 an der gleichen Stelle ein schöner Neubau, der im selben Jahr durch den Pfarrherrn geweiht wurde. Eine alte Statue, Madonna mit den 7 Schwertern schmückt den kleinen Altar.
Durch ihre hübsche Lage und Bauweise lädt am Weg nach Guppenberg die Waldkapelle zu Rast und Gebet ein. Auch sie bildet die Nachfolgerin einer baufällig gewordenen älteren Kapelle und verdankt ihr neues Entstehen der Anregung und Förderung von Therese Falkinger aus Hauzenberg. 1933 wurde sie vollendet und der "Immerwährenden Hilfe" geweiht. Aus den Mitteln ihres Opferstockes ließ Therese Falkinger am unteren Waldrand mit Blick auf Hauzenberg einen schönen Kruzifixus, geschnitzt von Bildhauer Linner Passau errichten.
Erwähnenswert ist auch die Lackner Kapelle, die sich auf ein Gelübde eines Ehepaares Anetzberger von Kaltrum zurückführen läßt. 9 Kinder waren den Eheleuten bereits im zartesten Alter gestorben, da gelobten sie, eine Kapelle zu errichten, wenn sie ein Kinde glücklich am Leben erhalten könnten. Das zehnte Kind gedieh und die Eltern lösten ihr Versprechen ein. Nach einer der alten Tafeln vermutet man das Stiftungsjahr 1741.
Pfarrer Breuherr erwähnt auch die sehr alte Kapelle "Hl.-Röhren" unterhalb des Lichtenauers an einem Waldweg zwischen Hunaberg und Leitenmühle. Der jetzige Bau stammt von 1909, aber die alte Kapelle soll nach einer erhaltenen Jahreszahl auf das Jahr 1576 zurückzuführen sein. Ein heiligmäßiger Einsiedler lebte nach der Tradition an diesem als heilsam geschätzten Wasser und wurde hier begraben.
Am Freudensee steht eine Steinkapelle mit ländlichem Kruzefixus und guter Pieta, die aus einer Passauer Kirche stammen soll. Vermutlich wurde die Kapelle im vorigen Jahrhundert von der Hammerschmieds-Familie Auer errichtet.
Eine ältere, unscheinbare Kapelle in Kramersdorf aus dem Jahre 1902 wurde 1910 durch einen stattlichen Neubau des Bauern Deiner ersetzt. Weihe im gleichen Jahr. Im Denkmälerband ist eine flotte Rokokostatue (Maria mit Kind auf der Weltkugel) aus der Mitte des 18. Jahrhunderts erwähnt.
Die Thierhamkapelle ist ein sehr wichtiges Denkmal einfacher Volkskunst, das im Denkmalschutzbund wie folgt beschrieben wird:Laut einer Inschrift im Innern der Kapelle wurde diese im Jahr 1828 errichtet und vom Pfarrer von Hauzenberg geweiht. Die Kapelle ist die sehr originelle Schöpfung eines menschenscheuen Waldlers, das auch künstlerisch nicht uninteressante Ergebnis jahrelangen, stetig verbessernden Schaffens eines einfachen Silberarbeiters, des Matthiasen Thomerl von Thierham 1912 restauriert.In den Jahren 1977 bis 1978 wurde diese Kapelle vom Trachtenverein D´Freudenseer in Zusammenarbeit mit dem Diözesanbauamt und dem Denkmalamt restauriert bzw. etwas versetzt neu aufgebaut.Diese Kapelle hatte schon immer eine übergeordnete Bedeutung in der ganzen Bevölkerung.
Von sonstigen Kapellen in der Gegend seien erwähnt: die Kapelle zwischen Haag und Pisling, eine einfache Kapelle in Kinatöd, eine in Renfting (erbaut 1822 durch Georg Kinateder), zwei in Glotzing, eine 1951 erneuerte Ortskapelle in Loifing, eine Kapelle in Jahrdorf, kleinere Bauten in Eben, Grub bei Sicklingermühle, eine Kapelle bei Grüblmühle. Gute Bildwerke weist die Ortskapelle in Kollersberg auf. Neu gebaut wurde die Kapelle in Ruhmannsdorf, die am 26.07.09 feierlich eingeweiht wurde.